Themenfreitag: Lernwörterfestigung


Den Begriff Lernwörter hört man bereits im Studium mehrmals in verschiedenen Aussagen und Begriffen:


- Lernwörtertraining

- Lernwörteransage

- Lernwortsätze

- Jede Woche brauchst du neue Lernwörter!

- Übt die Lernwörter!

- Lernwörterfrühstück

- Lernwörterfaltblatt

- Lernwörterheft/-mappe



Nun gut,... aber wie gehe ich das alles an? In einem vergangenen Beitrag habe ich über die Erarbeitung der Lernwörter geschrieben. Diese wurden also in unserer fiktiven Unterrichtsstunde bereits besprochen, korrekt aufgeschrieben und Fallen des Begriffs, sowie Artikel und Wortarten markiert.

Nun gibt es eine Vielzahl an Übungsmöglichkeiten.


Lernwörterheft

Am liebsten setze ich in meinen Klassen das Lernwörterheft ein. Hier haben die Kinder auf der ersten Seite ihres A4 linierten Heftes ein Beispielblatt eingeklebt, auf dem mehrere Übungen zu finden sind, die sie im Laufe der Woche mit den aktuellen Lernwörtern durchgehen sollen. Meine Aufgabenstellung ist, dass jedes Kind in der verbleibenden Zeit der Erarbeitungsstunde schon mit den Übungen in beliebiger Reihenfolge starten kann. Anschließend wird eine Übung pro Tag als Hausübung oder als Lernwortfrühstück (je nach Klasse) gemacht. Manche dieser Aufgaben sind umfangreicher (alle Lernwörter im Wörterbuch suchen), andere benötigen wieder weniger Zeit (Adjektive - Gegenteil finden). So lernen die Kinder, wenn man die Übungen als Hausübung machen lässt, auch wieder die Einteilung von Arbeitsaufwand. Es ist also geschickter, sich eine kurze Übung zu wählen, wenn ohnehin schon viel Hausübung zusätzlich gegeben wird, und eher eine aufwändigere Lernwortaufgabe zu lösen, wenn die restliche HÜ sowieso schnell erledigt ist. Dieses Aufgabenblatt findet ihr HIER.


Individuelle tägliche Übungen

Ähnlich wie beim Lernwörterheft, das für die ganze Klasse gleich wäre, kann man Übungen auch individuell ohne großen Aufwand (!) anbieten. Hierzu findet ihr im internen Bereich eine Kartei "Übungen mit Wörtern". Man kann diese Kartei so einsetzen, dass jeden Tag eine dieser Übungen an der Tafel hängt (auf a4 ausgedruckt). So kann man täglich Abwechslung hineinbringen und die Übungen von Woche zu Woche variieren. Außerdem kann man diese Aufgabenkarten auch bestimmten Kindern zuordnen und auf den Tisch legen, um bestimmte Schwerpunkte zu setzen. Auch Kinder mit a.o. Status oder Integrationskinder können so beim Lernworttraining mitmachen, auch wenn sie andere Übungen erhalten. Hat man sich die Karten im Vorhinein groß und klein ausgedruckt, kann man sie also ohne zusätzlichen Aufwand inidividuell und spontan einsetzen und erreicht so bestimmt ein besseres Endergebnis.



Zusätzliche Übungen während des Unterrichts

Vor allem in der Freiarbeit (Lernwerkstatt) lässt sich eine Übung mit den Beebots/Bluebots toll integrieren. Im Frontalunterricht kann man diese Übung auch in der Erarbeitungsstunde, oder als Lückenfüller verwenden. Hat man einen Beebot in der Klasse, kann man sich ein Plakat aus einer großen Folie selbst basteln und ein Raster mit Permanentstift aufzeichnen. Die Roboter gehen einen exakten Schritt von 10 cm, dementsprechend wird auch das Raster gezeichnet. Mit Folienstift kann man nun in jedes Kästchen einen Buchstaben des Lernwortes aufschreiben (durcheinander natürlich). Das Kind soll nun die Biene auf ein beliebiges Feld stellen und den Roboter so programmieren, dass er den ersten Buchstaben des Lernwortes erreicht. Danach wird dieser zum 2. Buchstaben geschickt, usw. Möchte man es etwas schwieriger gestalten, kann man ein Pflaster über eine der Tasten kleben und sagen, dass das Bienchen sich verletzt hat und nicht mehr nach rechts abbiegen kann.


Faltblatt

Eine sehr bekannte und beliebte Übung ist das Faltblatt. Besonders als Lernwörterfrühstück bietet sich dieses an, da es kaum Vorbereitung erfordert und schnell durchgeführt wird.


Stationen

Auch Stationen sind sehr beliebt. Ich finde diese zwar sehr ansprechend, aber auch eher umständlich. Natürlich sind Aufgaben, wie: das Schreiben in Sand, das Nachlegen mit Steinen, usw. bei den Kindern gern gespielt, allerdings muss man diese dann auch wöchentlich griffbereit haben und auch variieren, da sie sonst zu alltäglich werden.


Überprüfung

Bei Kindern der 1. und 2. Klasse verwende ich gerne Überprüfungen der Lernwörter anhand von Dosendiktaten und/oder Ansagen. Diese Ansagen führe ich aber gerne einzeln durch, da ich das unterschiedliche Arbeitstempo der Kinder berücksichtigen möchte. Hierzu biete ich im Zuge einer Freiarbeit den Tellimero von Betzold (Werbung unbeauftragt) an. So bespreche ich einen Sticker mit den aktuellen Lernwörtern. Diese kann sich das Kind dann unterschiedlichen oft anhören und notieren.

In der 3. und 4. Klasse überprüfe ich die Lernwörter eher selten im Zuge eines Diktats. Hier wähle ich die Lernwörter meist so aus, dass sie ohnhin den Wortsschatz üben sollen, den wir in nächster Zeit benötigen - beispielsweise für kommende Schularbeiten oder Geschichten.


Training

Es gibt im Internet noch zahlreiche andere Übungen mit Lernwörtern. Der Grundgedanke bleibt allerdings immer gleich: Übung macht den Meister! Variiert eure Übung, damit die Kinder Abwechslung angeboten bekommen, somit bleibt das Training eher spannend. Übung muss sein, vor allem bei Wörtern, die häufig falsch geschrieben werden. Setzt mehr auf Qualität, als auf Quantität - das betrifft die Anzahl der Wörter, sowieo auch die Anzahl und Auswahl der Übungen.


Gerne könnt ihr wieder unter dem Beitrag eure Übungsideen kommentieren, oder auch auf Instagram/Facebook kommentieren. Ich freue mich auf eure Rückmeldungen.


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